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Logopädie

Logopädie:
Sprechen und verstanden werden

"Nicht sprechen zu können, bedeutet nicht, nichts zu sagen zu haben.“ 
- Rosemary Crossley

  • Übersicht
  • Diagnostik
  • Therapie
  • Team & Kontakt

Bei geriatrischen und neurologischen Patient:innen können infolge verschiedener Krankheiten und Verletzungen unterschiedliche Krankheitsbilder entstehen. Dazu gehören Sprach- und Sprechstörungen, sowie Schluckstörungen, welche die bisherigen Lebensgewohnheiten und Lebenssituationen unter Umständen erheblich verändern können.

Die Aufgabe der Logopädie besteht darin, die entstandenen Kommunikationsstörungen oder Schluckstörungen zu beurteilen und aus der spezifischen Symptomatik der jeweiligen Störung eine für die Patient:innen individuelle Therapie abzuleiten.

Sowohl die bestmögliche Kommunikationsfähigkeit im Alltag des Betroffenen, als auch eine optimale und sichere Nahrungsaufnahme sind Ziele in der logopädischen Therapie. Nach Absprache werden gerne Beratungsgespräche hinsichtlich Kommunikation und Nahrungsaufnahme mit den Angehörigen unserer Patient:innen geführt.


Schwerpunkt: geriatrische Logopädie

Die Geriatrie bietet gerade in der Logopädie einen weitgreifenden Handlungsspielraum. Das geriatrische Leistungsspektrum in der Logopädie umfasst:

  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit: Unterstützung bei Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, um die Verständigung im Alltag zu erleichtern
  • Behandlung von Dysphagie: Sicherstellung einer sicheren Nahrungsaufnahme und Vermeidung von Aspiration (Verschlucken von Nahrung oder Flüssigkeit in die Atemwege)
  • Förderung der sozialen Teilhabe: Unterstützung der Patient:innen, sich trotz sprachlicher Einschränkungen sozial zu integrieren und aktiv am Leben teilzunehmen
  • Erhaltung der Lebensqualität: Verbesserung der Lebensqualität durch die Förderung der Fähigkeit zur Kommunikation und sicheren Nahrungsaufnahme
  • Präventive Maßnahmen, die speziell auf ältere Menschen ausgerichtet sind (Kompetenzerhalt z.B. hinsichtlich der Teilhabe bei der Alltagskommunikation)

Zu Beginn wird eine ausführliche logopädische Diagnostik durchgeführt, welche die sprachlichen, sprechmotorischen und kognitiven Fähigkeiten, sowie die Schluckfunktion untersucht. Dazu werden unterschiedliche standardisierte, orientierende und apparative Testverfahren eingesetzt. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden gemeinsam mit den Patient:innen und nach Bedarf den Angehörigen besprochen und individuelle Ziele werden abgeleitet. Diese Ziele werden regelmäßig in einem interdisziplinären Team von Logopäd:innen, Physio- und Ergotherapeut:innen, Pflegekräften und Ärzt:innen überprüft.

Im Rahmen der Sprachtherapie (Aphasie/Dyspahsie) werden die sprachlichen Ebenen, also Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben behandelt.

Die Behandlung von Sprechstörungen (Dysarthrie/Dysarthrophonie und Sprechapraxie) sieht hingegen das Beüben des Sprechvorgangs wie der Artikulation, Atmung oder Stimmbildung vor.

Im Bereich der Gesichtslähmung (Fazialisparese) kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz, wie mund- und zungenmotorische Übungen, Eisstimulation, Taping und der Einsatz eines Schallwellengerätes.

Die Schluckstörung (Dysphagie) kann durch individuell angepasste Übungen gestörte oder verloren gegangene Fähigkeiten wiederherstellen und gegebenenfalls durch Haltungsänderungen oder Hilfsmittel kompensiert werden. Die fiberendoskopische Schluckuntersuchung (FEES) kann eine sinnvolle Ergänzung zur klinischen Diagnostik sein. In der videoendoskopischen Schluckuntersuchung (Fiber-Endoscopic-Evaluation of Swallowing) wird ein dünnes Endoskop durch die Nase hinten am Rachen entlang bis oberhalb des Kehlkopfes geschoben und erlaubt einen Blick auf die Stelle, an der sich die Luft- und Speisewege kreuzen. Während der Untersuchung schlucken Patient:innen verschiedene Speisen, die mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden, damit sie sich von der Farbe der Schleimhäute besser abgrenzen lassen. So kann festgestellt werden, ob sich Nahrung oder Flüssigkeit oberhalb der Luftröhre absetzt oder sogar in die Luftröhre eindringen und wie Patient:innen hierauf reagieren.

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